Anathemata. Weihgaben und Weihgabenpraxis und ihre Bedeutung by Czech-Schneider, Raphaela

By Czech-Schneider, Raphaela

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115 Dunbabin, Eastern Neighbours, 1957, S. 60; Boardman, Euboean Pottery, 1957, S. 1-29; LSAG, S. , S. 21, S. 374; Murray, Das frühe Griechenland, 1991, S. 121. 120 Wie Herodot nämlich ausführt, brachten die mit Kadmos nach Boiotien eingewanderten Phoiniker, zu denen auch die Gephyraier gehörten, neben vielen anderen Kenntnissen auch die Kunst des Schreibens mit. Anfangs benutzten die Kadmeier - so Herodot - noch die gleichen Buchstaben wie die Phoiniker. 122 In derartigen waren also die Weihinschriften auf den Dreifüßen angebracht, die Herodot im Ismenion in Theben nach seiner Darstellung in Augenschein nahm.

Jedenfalls läßt dies die archäologische Evidenz gepunzter und verzierter Bronzebanderolen vermuten, die nach der Interpretation von U. 166 Bezüglich des materiellen Aspektes der Weihgaben könnten m. E. 167 Gleichwohl verweist m. E. gerade diese 'Nachahmungs-Praxis' auf den prinzipiellen Sachwertcharakter einer Weihgabe. 165 Cf. dazu die Nachweise bei Rouse, Offerings, 1902, S. , Stengel, Kultusaltertümer, 1920, S. 92 u. A. 22 und Brommer, Weihegaben, 1985, passim; zur Deutung cf. Andronikos, Totenkult, 1968, S.

Diese traditionelle Bedeutung des Dreifußes erweist sich daher bei diachroner Betrachtung hinsichtlich der Solidarität der diesbezüglichen Relation von Gerätetypus und Intention der Weihung von starker Konventionalität. Eine diachrone Betrachtung ermöglicht aber auch weitere Erkenntnisse aufgrund des Wandels dieser Konvention. So war der Dreifuß bevorzugtes Weihgeschenk der olympischen Sieger, bis mit dem Aufkommen der archaischen Großplastik Ende des 7. Jh. v. Chr. 174 Ein solcher Bruch der Konvention in der Kultpraxis kann daher auch einen Wandel gesellschaftlicher bzw.

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